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Das Projekt

Ein zentrales Element zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels und damit für die Steigerung der Zukunftsfähigkeit ist die Innovationsfähigkeit von Betrieben. Der Innovationsbegriff beschränkt sich in diesem Zusammenhang nicht nur auf neue technische oder technologische Entwicklungen.
Einbezogen werden müssen auch folgende Bereiche:

  • Betriebsführung
  • Prozess- und Arbeitsgestaltung
  • Betriebskultur
  • Kommunikation
  • Qualifizierung
  • Arbeitsbedingungen
  • Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter

In diesen Diskussionen stehen Handwerksbetriebe bis auf wenige Ausnahmen nicht im Fokus, obwohl das Handwerk durch seine Leistungen, seine auch in Krisenzeiten sicheren Arbeitsplätze sowie seine Funktion als größter Ausbilder eine zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle spielt.
Umso mehr fehlen hier spezifische Lösungen, die auf die speziellen Besonderheiten und Bedürfnisse des Handwerks zugeschnitten sind. Denn obwohl sich das Handwerk schon seit Jahren mit dem Thema demografischer Wandel beschäftigt, erkennen und begreifen viele Unternehmer bisher noch unzureichend die für ihren Betrieb daraus resultierenden Chancen und Risiken und sind den damit verbundenen Herausforderungen nur bedingt gewachsen. Denn im Gegensatz zu mittelständischen und großen Unternehmen gibt es in den überwiegend kleinen Handwerksunternehmen in der Regel keine Fachabteilungen, die sich strategischen Fragestellungen annehmen können (z. B. das systematische Erkennen und Analysieren der für das eigene Unternehmen relevanten Veränderungen, die Personal- und Organisationsentwicklung sowie die Förderung der Bereitschaft und Fähigkeit zu Veränderungen und Innovationen).
Wegen der strukturellen Besonderheiten des Handwerks bedarf es daher neuer, handwerkstauglicher Konzepte und Werkzeuge zur Förderung der betrieblichen Innovationsfähigkeit.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die fachliche Begleitung übernimmt der Projektträger DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Die Innovationsfähigkeit und -bereitschaft von Handwerksbetrieben sind Schlüsselfaktoren für die Zukunftsfähigkeit von Handwerksbetrieben und eine Voraussetzung für die Nutzung der Chancen und zur Bewältigung der Risiken des demografischen Wandels. Hierfür müssen insbesondere neue, handwerkstaugliche Konzepte und Instrumentarien entwickelt, erprobt sowie über geeignete Pfade den Handwerksbetrieben zur Verfügung gestellt werden.
Hier setzt das Projekt inno.de.al an: In einem ersten Schritt soll geklärt werden, wie Innovationsprozesse im Handwerk ablaufen und wie Unternehmen am besten für die Förderung ihrer Innovationsfähigkeit gewonnen werden können. Daraus sollen handwerkstaugliche Instrumente und Konzepte abgeleitet werden. Diese Konzepte sollen im nächsten Schritt in zwei Netzwerken erprobt und umgesetzt werden. Durch die Mitarbeit in diesen „Innovationsallianzen" soll

  • die Innovationsfähigkeit der Betriebe gesteigert werden
  • Beispiele guter Praxis entstehen
  • Synergieeffekte genutzt werden
  • ein praxisnaher Austausch der Betriebe gewährleistet werden

Ziel ist die Schaffung einer Win-Win Situation für alle Beteiligten. Die in den Unternehmensnetzwerken erzielten Ergebnisse sollen sowohl auf persönlicher als auch auf betrieblicher Ebene verwertet und durch geeignete Wege im Sinne des Wissenstransfers weiteren Handwerksbetrieben und Netzwerken zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, mit handwerkstauglichen Konzepten und Instrumenten die individuelle und betriebliche Innovationsfähigkeit zu fördern, um so die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter und die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern.

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